FDP-Ortsverband Südheide:  lösungsorientiert - mutig - optimistisch - empathisch


 
 

FDP strampelt 25 km durch die Südheide – gegen das aufziehende Gewitter


Für Samstag, den 20. Juli 2019, hatte die Vorsitzende des FDP Ortsverbandes Südheide, Frau Susanne Brand, zum traditionellen Sommerfest im Nordkreis eingeladen. Wie üblich wurde mit einer Fahrradtour durch unsere schöne Heimat begonnen. Die Strecke hatte wieder Harten Voss ausgearbeitet und führte von Hermannsburg über Lutterloh in die Heide bei Oberohe und dann zum Heidesee in Müden an der Örtze.

Fast alle Radler schafften es, die dortige Gaststätte vor dem aufziehenden Gewitter zu erreichen und die Nachzügler konnten dem Starkregen auch so ausweichen, dass sie aufgesammelt werden konnten.

Dort konnte Frau Brand weitere Gäste auch aus anderen Ortsverbänden begrüßen und so konnten 25 Liberale den Tag bei Speis & Trank und guten Gesprächen ausklingen lassen. Der kräftige Regen hat unserer strapazierten Natur sichtbar gutgetan und trübte die Stimmung daher überhaupt nicht. Die spannenden aktuellen Themen aus Bundes- und Lokalpolitik bestimmten die Diskussionen und der Blick nach vorne richtete sich auf die anstehende Reise des Ortsverbandes nach Berlin mit Besuch des Bundestages und des Bundesrates im September.

gez.Heinrich Lange (Schriftführer)

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Landschaftsschutz

Dr. Harten Voss (FDP-Kreistagsmitglied) zur Ausweisung von Natura 2000-Gebieten. Er fordert, dass alle noch zu beplanenden FFH-Gebiete auf der Grundlage von Landschaftsschutzgebieten seitens der unteren Naturschutzbehörde geplant und ausgewiesen werden.

Seine Begründung:

1. Weil es sich um eine Landschaft handelt.

Das Bundesamt für Naturschutz gibt klare Definitionen für Natur- und Landschaftsschutzgebiete: Das Naturschutzgebiet zielt auf den Schutz einer wenig vom Menschen überprägten Landschaft ab, das Landschaftsschutz- gebiet hingegen soll kultivierte, vom Menschen genutzte Natur schützen. In Naturschutzgebieten wird daher versucht, menschliche Einflüsse möglichst einzuschränken, in Landschaftsschutzgebieten hingegen ist die grundsätzliche Zugänglichkeit ein wesentliches Merkmal.“ Auch die Europäische Landschaftskonvention des Europarates, das seit 2004 gültig ist, besagt: Landschaft» ein Gebiet, wie es vom Menschen wahrgenommen wird, dessen Charakter das Ergebnis der Wirkung und Wechselwirkung von natürlichen und/oder menschlichen Faktoren darstellt.“  Gerade unsere Region ist geprägt durch menschliche Faktoren. Abholzung, Landwirtschaft, Be- und Entwässerung, Deichbau, Schifffahrt und Flößerei, Fischfang und Nutzung der Wasserkraft haben das Erscheinungsbild der Landschaft geprägt und die Landschaft geschaffen, die jetzt geschützt werden soll. Insofern kann kein Zweifel daran bestehen, dass wir es hier mit einer von Menschen geformten und genutzte Landschaft zu tun haben. Um eine Landschaft zu schützen, ist die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet die geeignete Schutzform.

2. Weil die Interessen des ländlichen Bereiches nicht berücksichtigt werden.

Die Bevölkerung des ländlichen Raumes ist es von klein auf gewohnt, mit und in der Natur zu leben. Sie ist es gewohnt, Wälder und Feldmark zu betreten, Blau- oder Kronsbeeren zu pflücken, Pilze zu suchen, zu angeln. Die Kinder spielen im Wald, lernen Tiere und Pflanzen kennen. Das gehört zur traditionellen Lebensweise der Bevölkerung im ländlichen Bereich einfach dazu. Es kann nicht angehen, dass der ländliche Bereich einerseits wie selbstverständlich den wachsenden urbanen Zentren als Lieferant für Nahrungsmittel, Energie, Rohstoffe und Arbeitsplätze dienen muss, er andererseits aber durch eine wenig ausgebaute Infrastruktur kaum Entwicklungschancen hat, zumal auch der Tourismus durch eine mögliche Ausweisung als NSG beeinträchtigt wird.

3. Weil die Denkweise der Verwaltung verkehrt ist.

In einem NSG ist von vornherein alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist. Die Verwaltung geht davon aus, dass den Menschen erstmal alles verboten werden muss und dass sie dann gnädig einige Dinge erlauben kann. Diese Denkweise der Verwaltung ist nicht die Denkweise von Liberalen. Nach liberaler Auffassung soll der Staat den Menschen Rechte geben und diese auch durchsetzen, aber er soll nicht das Recht der Bürger/innen von vornherein außer Kraft setzen. Die Bürger sollen nicht dem Staat dienen, sondern der Staat den Bürgern, sagte auch Außenminister Maas. Es kann nicht angehen, dass Eigentümer oder Bewirtschafter, die teilweise seit Jahrzehnten hervorragend für den Erhalt ihrer natürlichen Umgebung gesorgt haben, in Zukunft wie Bittsteller bei der Verwaltung eine Genehmigung für notwendige Maßnahmen beantragen müssen oder dass die Behörde ohne Zustimmung, ja sogar ohne Information Maßnahmen auf dem Besitz der Eigentümer durchführen kann.

4. Weil er bezweifelt, dass sich NSG`s besser als LSG´s entwickeln.

Wir haben Zweifel, ob der Zustand der FFH- Gebiete, die vom Kreis gemanagt werden, wesentlich besser ist als der Zustand der FFH-Gebiete, die bislang von Land- oder Forstwirten betreut werden. Es gibt Beispiele dafür, dass die Erhaltungsziele für die Lebensraumtypen in FFH-Gebieten in einem LSG erreicht werden können. So wird in der Vorlage zu „Heiden und Magerrasen in der Südheide“ bescheinigt, dass die charakteristischen Arten für die jeweiligen Lebensraumtypen durchgehend in stabilen Populationen vorkommen. Die untere Naturschutzbehörde sollte sich für so viel Sachkenntnis und Einsatz bei den Bewirtschaftern, Eigentümern oder Pächtern bedanken, der dazu geführt hat, dass dieser gute Zustand des Landschaftsschutzgebietes erreicht und gehalten wurde.

5. Weil hier ein Bürokratiemonster auf die Bevölkerung zukommt,

das teilweise unnötige Verbote ausspricht, deren Einhaltung gar nicht oder nur mit enormem Aufwand von zusätzlichem Personal überwacht werden kann.

(Dr. Harten Voss 2019)

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Wir vertreten liberale Politik mit den Eckpunkten Bürgernähe, Erhalt der Lebensqualität, 

Förderung privater Initiativen und verantwortungsvoller Umgang mit öffentl]ichen Mitteln.


Freie Demokratische Partei (FDP) E-Mail: info[at]fdp-suedheide.de  Internet: www.fdp-suedheide.de
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Last update: 27.07.2019

 

 

 
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